Sneak Review – Sex on the Beach

January 30th 2012 by Manuel in Sneak

Grundsätzlich hat der Film eine gute Ausgangsbasis gehabt. Teenager, die unbedingt einen drauf machen wollen, ein Urlaubsort als Party-Location und genug Geld vom verstorbenen Großvater.

Die vier Freunde wollen, nach abgeschlossener Schule, endlich noch einen letzten Urlaub miteinander verbringen, bevor es für einige weit weg geht. Mit selbstgemachten T-Shirts voller sexueller Motive fliegen sie nach Griechenland.

Während des Aufenthalts in einem sehr schäbigen Hotel lernen sie einen ehemaligen Soldaten kennen, dessen Vorkommen in dem Film sich leider nicht erschlossen hat. Nachdem sie in eine Bar gelockt worden waren, treffen die Vier in dieser zufällig auf die einzigen anderen Gäste, eine Gruppe aus vier jungen Frauen. Sehr lustig versuchen sie sich tanzend über die komplett leere Tanzfläche zu diesen herüberzuarbeiten. Im Verlauf der Geschichte (kann man davon reden?) werden natürlich aus diesen Acht nach und nach vier Pärchen.

Kalenderwoche 5 – Sex on the Beach

Charakterentwicklung gibt es so gut wie nicht. Hallo, die Jungs werden gerade erwachsen!? Da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Man bekommt leider nur leicht mit, wie sich zwei, der eine wurde kurz vor dem Urlaub von seiner Freundin verlassen und trauert ihr noch nach, langsam auseinanderleben, weil der eine doch kein Geschäft mit dem anderen aufmachen und lieber Studieren will, der dritte, der Erzähler dieser Begebenheit, hat irgendwie sehr starke Probleme mit seinem Vater. Der Vierte ist scheinbar nur der Dumme, der ein paar Mal Weisheiten ausplaudern darf (“Gott reimt sich auf Schafott” dafuq?) und Döner mag.

Außer dem “Wir geben uns jetzt die Kante und reißen Frauen auf”-Plot gab es sonst nichts.

Was bleibt

Was es gab, waren viele Lacher. Auch wenn einige sehr vorhersehbar waren, habe ich doch teils echt heftig lachen müssen. Die Bandbreite der Gags verlief von urkomisch bis eklig, sehr eklig. In Dialogen wurde meist kein Blatt vor den Mund genommen und das Gegenüber unverblümt beschumpfen, wenn auch meist unabsichtlich. Oft zog die Intelligenz der Protagonisten gegenüber dem nächsten zu arrangierenden Gag jedoch den kürzeren. Die “Ich haue dir jedes Mal, wenn du deine Ex erwähnst zwischen die Eier”-Nummer wurde leider nicht konsequent durchgezogen. Es gab mindestens 3 Gelegenheiten, wo nichts unternommen wurde. Wenige Lacher wurden lange vorbereitet, und so lebten die Gags meist von spontan provozierten lustigen Szenen.

Anscheinend gibt es heirvon eine Serienvorlage, dazu kann ich aber nichts sagen.

Zum Abschluss: Lieber Superbad anschauen, da ist wesentlich mehr Substanz dahinter und es ist mindestens genau so witzig.

Bilder via imdb.com

Captcha

January 29th 2012 by Manuel in Internet

Captcha von Gabrielle de Vietri auf Vimeo.

Manchmal begegnen einem ja die abenteuerlichsten Captchas. Ganz unleserlich, pervers oder sinnhabend.

Ganz im Stile des Jabberwocky-Textes hat hier eine Dame allerhand Captchas zu einer Geschichte verwoben. Die Worte machen an sich keinen Sinn, sind ja frei zusammengewürfelte Buchstaben, liefern aber auf Grund ihrer strukturellen Regelmäßigkeiten in der Geschichte Hinweise zu ihrer Bedeutung. Man bekommt irgendwie mit, dass es um eine Abenteuergeschichte mit sonderbaren Kreaturen rund um unseren Helden Desmodowe geht.

Weil ich das hier gerade so toll finde, nachfolgend der Jabberwocky und Alices Reaktion darauf. Sie bekommt auch irgendwie mit, worum es geht, kann es aber nicht genau sagen, da auch hier die meisten Worte einfach frei erfunden sind.

`Twas brillig, and the slithy toves
Did gyre and gimble in the wabe:
All mimsy were the borogoves,
And the mome raths outgrabe.

“Beware the Jabberwock, my son!
The jaws that bite, the claws that catch!
Beware the Jubjub bird, and shun
The frumious Bandersnatch!”

He took his vorpal sword in hand:
Long time the manxome foe he sought —
So rested he by the Tumtum tree,
And stood awhile in thought.

And, as in uffish thought he stood,
The Jabberwock, with eyes of flame,
Came whiffling through the tulgey wood,
And burbled as it came!

One, two! One, two! And through and through
The vorpal blade went snicker-snack!
He left it dead, and with its head
He went galumphing back.

“And, has thou slain the Jabberwock?
Come to my arms, my beamish boy!
O frabjous day! Callooh! Callay!‘
He chortled in his joy.

`Twas brillig, and the slithy toves
Did gyre and gimble in the wabe;
All mimsy were the borogoves,
And the mome raths outgrabe. Through the Looking-Glass and What Alice Found There, 1872, Lewis Carol

Alices Reaktion:

It seems very pretty", she said when she had finished it, “but it’s rather hard to understand!” (You see, she didn’t like to confess, even to herself, that she couldn’t make it out at all.) “Somehow it seems to fill my head with ideas—only I don’t exactly know what they are! However, somebody killed something: that’s clear, at any rate— Through The Looking Glass, Lewis Carroll

(via @85pando)

ONE HOUR PER SECOND

January 28th 2012 by Manuel in Internet

Every second one hour of video is uploaded to youtube onehourpersecond.com

Google hat mal dargestellt, wie viel in der hochgeladenen Zeit auf Youtube so passieren kann. Wirklich sehr schön gemacht. Haltet Ausschau nach Memes. Unten auf der Seite kann man auch seine Sprache einstellen.

Kindle

January 27th 2012 by Manuel in Technology

Der gute Vorsatz, mehr lesen zu wollen und die Tatsache, dass die Verfechterin der bedruckten Wälder nicht mehr da ist, hat auch einen Vorteil. Ich hab mich endlich dazu überredet bekommen mir so einen (ein?) Kindle zuzulegen. Hoffentlich lese ich dadurch mehr. Mir gehts eigentlich nur um den Text. Ich möchte einfach nur lesen, spontan, wann ich Zeit und Lust habe. Immer ein Buch rumzuschleppen finde ich umständlich, mein jetziges liegt immer noch auf meinem Nachttisch (und verstaubt nicht!). Gut ist auch, dass ich, wenn ich endlich ausziehe, nicht Tonnen von Büchern (optimistisch geschätzt) mitnehmen muss. Ich plane jetzt nicht, groß eine emotionale Bindung zu einem Werk aufzunehmen, auch wenn mich Hardliner unter den Leseratten dafür gerne steinigen würden.

Ich will auch nicht Tage auf neues Material warten, auf das ich jetzt Lust habe. Raussuchen, kaufen, lesen und nicht bestellen und auf die Zustellung am nächsten Tag warten, wenn ich in der Zwischenzeit vielleicht mit einer Sache angefangen habe, die mich total fesselt und dafür sorgt, dass ich dann das Buch erstmal nicht anfange. Den Impuls nutzen.

Aber warum kein Touch/Keyboard?

Der Preis ist ein ganz gutes Argument. 20€ billiger als das Vorgängermodell mit Tastatur find ich gut. Für 100€ ist das Ding jetzt auch nicht so hochpreisig, dass ich da wieder ein Gerät habe, worauf ich sonderlich aufpassen muss, wenn ich es irgendwo reinpacke. Und ich habe ein Modell aus der neusten Reihe, das find ich immer gut. Dass eine Tastatur vielleicht zum Notizen schreiben gut gewesen wäre ist mir erst nach der Bestellung aufgefallen, aber ich denke, dass ich da eh nicht so viel notieren werde. Und falls doch, hält sich das sicher in Grenzen oder ist halbwegs machbar, hier werde ich mal evaluieren. Ich benutze das Gerät wahrscheinlich eh fast ausschließlich zum Lesen, surfen kann ich viel besser auf dem Handy und Laptop. Also warum dann nicht die ultra-abgefahrene Touch-Technologie? Mir gefällt irgendwie der Gedanke, dass ich genau fühle, wo ich die Seite zum Umblättern bewegen kann und wo nicht, genau mit vier Knöpfen. So kann ich das Ding fast überall anfassen, ohne aus Versehen irgendeine Aktion auszulösen. Großartige Vorteile durch Multitouch würde ich auch nicht erwarten, ich lese ja fast ausschließlich, wenn man das mal realistisch betrachtet. Mein iPhone ist für Interaktion da, der Kindle zum Lesen. Sogesehen ist der Touchscreen für mich eine Eingabemöglichkeit, die mir nicht sonderlich Vorteile bringen würde, sondern eher Unannehmlichkeiten verursachen würde. Und es gibt ihn auch nur zum Importieren.

Die meisten der oben genannten Argumente sind jetzt nur Mutmaßungen und Überlegungen, ich bin gespannt, was davon zutrifft und wie sich meine Lesegewohnheiten entwickeln werden. Ich habe auch die Hoffnung, dass die Kosten für Material und Druck endlich vollständig von den eBook-Versionen abgezogen werden, sodass man nicht das gleiche für eine Datei wie für einen Gegenstand zahlen muss, oder dass die Differenz vollständig an die Autoren geht oder irgendwie sowas.

Jedenfalls werde ich hier auf jeden Fall berichten, wie es so läuft. Ob ich mehr Lese, häufiger oder was auch immer mit dem Gerät passiert.

Bunter Abend der Physik 2012

January 26th 2012 by Manuel in Leben

Glücklicherweise habe ich heute Mittag noch erfahren, dass am Abend im Audimax der “Bunte Abend der Physik” stattfindet. Wir sind da also hin, ich war total gespannt, was die Physiker so unter einem bunten Abend verstehen. Kurz nachdem wir Plätze gefunden hatten und ich mich überrascht über das recht leere Audimax zeigte, füllte sich der Saal plätzlich bis oben hin.

Das ganze wurde uns als Wetten, dass…!? verkauft, inklusive Tommy und Michelle, gemimt von zwei Physikern, die uns durch den Abend führten. Tommy hatte wirklich wieder ein super Hochwasser-Outfit an, aber ich bin ja hier nicht am Modebloggen.

Zu Anfang wurde eine Aussenwette gestartet, fünfzig, nein hundert Physiker… Physikerpaare sollten zu Ende des Abends draußen Walzer tanzen, dann müsste Tommy Laser-Limbo spielen, nackt (zum Glück nicht). Die Bigband spielte einige Male fleißig bis zur ersten Pause.

Die ersten Darbietungen waren ein Vorspiel zweier Erstsemesterphysiker auf Gitarre und Ukulele, gefolgt vom nachfolgend abgebildeten Professor, der durch seine Stimme und Gitarrenspielkunst (hinter mir wurde gemunkelt, er könne auch Klavierspielen) mit modifiziertem Liedtext überzeugte.

Dann ging es weiter mit dem tanzenden Sextett oder wie sich diese Spaßtruppe genannt hatte, sehr lustig, jeder war jeweils in einem Strumpfhosenbein des Nachbarn drin. Habe leider verpennt ein Foto zu machen.

Dafür hab ich eins von der Pseudo-doch-leider-nicht-so-Railgun gemacht, mit der heliumgefüllte Luftballons zerschossen wurden, eine Luftpistole war auch im Spiel.

Nun folgte die überaus gelungene Darbietung des physiker Männerballets. Solch grazile Wesen sah ich noch nie über unseren universitären Boden schweben!

Jetzt kam endlich der Rest der Videos, in denen Professoren und Dozenten Aufgaben gestellt wurden, die sie lösen sollten, wenn sie es wollten. Es gab insgesamt vier Aufgaben, es kann sein, dass ich hier die Reihenfolge durcheinander bringe.

Die erste bestand darin sich im Fachschaftsschrank in der Physik-FS zu verstecken, die Studenten, die am Montag morgen Kaffee aus dem Schrank holen wollten, erschraken jedes Mal, wenn ihnen der Kaffee aus dem Schrank gereicht wurde, alles natürlich von versteckter Kamera festgehalten.

Bei der zweiten Aufgabe musste sich der Experimentalphysik-Dozent als russischer Austauschstudent in eine IKI-Übungsgruppe setzen und eine einfache Aufgabe an der Tafel vorrechnen. “Das ist Summenformel, das ist Integral, gaanz einfach…” waren die besten Stellen, während er zwei Tafeln vollschrieb. Die Erstis guckten sehr verduzt, als er sich als Dozent zu erkennen gab.

Die dritte Aufgabe sollte den Verbleib des allseits gehassten geliebten Chemiker-Weihnachtsbaumes klären. Mit Axt, Säge und Benzin wurde am Wassersportgelände aber leider nur eine Holzvariante vernichtet. Trotzdem sehr lustig gefilmt.

In der letzten der vier Aufgaben stellte sich ein Dozent als Ersatz für die Figur auf P6 in den Schaukasten, verkleidet als Aragorn, keine Ahnung, wie die darauf bloß gekommen sind.

Zum Abschluss, nach gewonnener “Aussenwette” musste Tommy noch gegen Freiwillige aus dem Publikum im Laser-Limbo antreten. Wie die Physiker darauf kamen, will ich garnicht wissen :). Er unterlag nur knapp den beiden Studentinnen die antraten.

Leider mussten wir dann auch schon auf den Bus, sodass ich das Ende nicht mitbekommen habe. Ich muss aber echt sagen, dass der Abend so lustig war! Sehr toll fand ich die Seitenhiebe gegen Chemie und die “Hilfswissenschaft” Mathematik. Ich werde da im nächsten Jahr definitiv wieder hingehen; Hut ab ihr Physiker!

Sneak Review – What's Your Number?

January 24th 2012 by Manuel in Sneak

Nachdem es die letzten Male in der Sneak besser war, musste es natürlich bald mal schlechter werden. Und, was will man schon von einer Romantik-Komödie erwarten.

Kalenderwoche 4 – What’s your Number?

Der Film handelte davon, dass eine junge Frau endlich mal den Richtigen finden will. Und weil sie irgendwo las, dass sie nach 20 Bettgenossen den richtigen nicht mehr finden würde, statistisch gesehen, musste sie sich natürlich unter jenen glücklichen bedienen, die sie schonmal hatte – vielleicht hatten diese sich ja in der Zwischenzeit zum Besseren gewandelt.

Bei ihrer Suche nach den Verflossenen hatte sie tatkräftige Unterstützung vom Detektivsohn und Nachbar gegenüber aus 6A, der auch noch unverschämt gut aussah und einen OneNight-Stands nach dem anderen hatte. Er bot ihm also seine Detektivdienste an und durfte sich im Gegenzug in ihrer Wohnung verstecken bis seine Liebschaften sein Appartement verlassen hatten.

Mit der Zeit verlieben sich die beiden jedoch ineinander, streiten sich, als sie erfährt, dass er den Kontakt zu jenem auf ihrer Suchliste, der ganz oben stand, zurückhielt, nur um sich dann, wer hätte es anders erwartet am Ende doch in die Arme zu fallen.

Genauso vorhersehbar wie der Plot – hier braucht man den Trailer, der nicht nur alles verrät, sondern fast alle witzigen Szenen bereits enthält, garnicht gesehen zu haben – sind auch die meisten Witzsituationen. Die sind jedoch überraschend direkt und recht lustig. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, was ich gut fand.

Die beiden Hauptrollen fand ich glaubhaft und passend besetzt, die Nebenrollen waren Mittel zum Zweck, über sie wurde nicht allzuviel erzählt.

Einige Stellen waren wohl für die englische Sprache konzipiert. Einer ihrer Gesuchten war der Brite Simon und wurde von Martin Freeman gespielt. Die britischen Dialoge wirkten in der deutschen Syncro leider sehr fehl am Platz.

Was bleibt

Wer auf Romantik-Komödien steht, kommt hier wahrscheinlich voll auf seine Kosten. Für mich reicht das leider nicht zu mehr als “Für 4€ in Ordnung”. Ich würde mir den Film jedoch vielleicht nochmal anschauen.

Photo by Claire Folger – © 2011 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Neue HTTP-Fehlercodes

January 23rd 2012 by Manuel in Technology

Cherry picks:

745 - I don't always test my code, but when I do I do it in production


783 - It was a customer request, honestly


724 - This line should be unreachable

Aber eigentlich sind alle super und haben etwas von Wahrheit!

(via Spam-Mailingliste)

On the Proprietary Nature of the iBooks Author File Format

January 21st 2012 by Manuel in Software

John Gruber:

It’s the difference between “What’s the best we can do within the constraints of the current ePub spec?” versus “What’s the best we can do given the constraints of our engineering talent?” — the difference between going as fast as the W3C standards body permits versus going as fast as Apple is capable. daringfireball.net

Archetype

January 21st 2012 by Manuel in Film

7 Minuten Kurzfilm. 0$ Budget. Die Credits kamen viel zu früh. Optisch super, die Story ist leider zu viel für einen Kurzfilm.

Kurzer Audiokommentar von Aaron Sims:

(Archetype via Nerdcore)

Webcomics <3

January 20th 2012 by Manuel in Comics

Zur Zeit füge ich immer mehr Webcomics in meinem Feed-Reader hinzu. Also dachte ich mir, kann ich ja mal alle ein wenig auflisten. Zu manchen kann ich mehr schreiben, zu den neuen kann ich noch wenig sagen, außer, dass mir der Ersteindruck da sehr gefallen hat…